Sonntag, 29. Mai 2022, 17 Uhr

(Konzertdauer: ca. 100 Minuten, ohne Pause)
Marktkirche St. Nicolai Hameln (Pferdemarkt, 31785 Hameln)

 

Gib uns Frieden

Sinfoniekonzert mit Werken von Honegger, Pärt, Purcell und Josquin sowie Texten von Erasmus von Rotterdam

 

Junges Philharmonisches Orchester Niedersachsen (JPON)

Kammerchor voces novae

Stefan Vanselow (Dirigent)

Julia Buchmann (Lesung)

 

Das Programm: Der große humanistische Philosoph Erasmus von Rotterdam veröffentlichte 1517, im Jahr von Martin Luthers Thesenanschlag, seine pazifistische Hauptschrift „Querela pacis“ (Die Klage des Friedens). In ihr appelliert die Friedensgöttin Pax an die weltlichen Herrscher, alle Anstrengungen auf die Erhaltung des Friedens und die Vermeidung von Krieg zu richten. Auszüge aus diesem Text, der in den letzten Wochen eine bestürzende Aktualität gewonnen hat, bilden den roten Faden durch das Konzertprogramm mit herausragender Vokalmusik der Renaissance und Orchesterwerken des 20. Jahrhunderts. Im Zentrum steht dabei die 3. Sinfonie des Schweizer Komponisten Arthur Honegger, die sog. „Symphonie liturgique“ (Liturgische Sinfonie). Entstanden 1946, setzt sie sich mit dem soeben beendeten Zweiten Weltkrieg auseinander. Die Überschriften ihrer drei Sätze – „Dies irae“ (Tag des Zorns), „De profundis clamavi“ (Aus der Tiefe rufe ich) und „Dona nobis pacem“ (Gib uns Frieden) – zitieren zentrale christliche Texte. Einen Kontrast dazu bilden drei Motetten von Josquin des Prez, dem berühmtesten Komponisten zur Zeit von Erasmus. Das Konzert wird beschlossen durch die eindringliche Komposition „Da pacem“ (Gib Frieden) des estnischen Komponisten Arvo Pärt.
Das Junge Philharmonischen Orchester Niedersachsen (JPON) vereint exzellente Liebhabermusiker*innen, Musikstudierende sowie Profimusiker*innen aus ganz Deutschland zu einem Sinfonieorchester, das mit Frische, Dynamik, hoher Motivation und einzigartiger Wucht in seinen Konzerten ein außergewöhnliches Klangerlebnis zwischen Wagemut und Sicherheit bietet und dabei „manches Profiorchester alt aussehen“ lässt (Hannoversche Allgemeine Zeitung 2018).

Begleitet wird das Konzert durch ein Musikvermittlungsprojekt am Hamelner Viktoria-Luise-Gymnasium (in Kooperation mit den WESERFESTSPIELEN und VISION KIRCHENMUSIK). Die Ergebnisse werden die Schülerinnen und Schüler im Konzert präsentieren.


Die Kirche: Die Marktkirche St. Nicolai Hameln prägt mit ihrem über 60 Meter hohen Turm die Silhouette der Rattenfängerstadt und ist auch geschichtlich eng verbunden mit der berühmten Sage vom geheimnisumwobenen Pfeifer. Ihre äußere Form geht auf die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts zurück. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs im April 1945 schwer zerstört, wurde sie 1959 in moderneren Formen wiederaufgebaut.


Eintritt frei – Spenden erbeten

 

Wegen der begrenzten Platzkapazität empfehlen wir eine Anmeldung.

 

Kein Bustransfer

 

Nach jetzigem Stand gibt es in den Konzerten keine Hygienebeschränkungen. Wir empfehlen aber das Tragen einer FFP2-Maske.

 

Barrierefreiheit: Konzertort barrierefrei erreichbar. Barrierefreies WC vorhanden.

 

Dieses Konzert ist auch Teil des Programms der WESERFESTSPIELE. Als Gemeinschaftsprojekt der Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers laden die WESERFESTSPIELE vom 14. Mai bis 6. Juni 2022 dazu ein, die Vielfalt der Kirchenmusik neu zu erleben – in Kirchen und Klöstern, im Grünen und am Wasser.

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